Fransenentfernung – die einfache Art…

Beim Fräsen von Holz kommt es oft zu leichten (oder auch stärkeren) Ausfransungen an den Schnittkanten. 

Eine andere Frässtrategie oder teure Spezialfräser können hier helfen. Die Entfernung geht aber auch schnell und einfach „ohne CNC“ mit einem Schwingschleifer und 120-180er Körnung: Das fransige Werkstück dazu einfach auf eine ebene Unterlage legen und sanft mit dem Schwingschleifer auf niedrigster Stufe darüber gleiten. Leidglich bei Ecken und Kanten und bei fragilen Bereichen des Werkstücks etwas darauf achten, dass sich nix am Schwingschleifer verhakelt. Die Fransen verschwinden schon nach wenigen Sekunden und die das Werkstück bekommt eine eine samtig weiche Oberfläche!

Vorher

Verwendet wurde einfaches Birkensperrholz sowie ein günstiger diamantverzahnter Fräser (1.2mm). Die Schnittkanten an sich sind sauber, lediglich an der Oberseite sind deutlich Fransen zu sehen. Die Oberfläche des Holzes fühlt sich noch „roh“ an.

Bearbeitung

Den Schwingschleifer vorsichtig auflegen. Auf niedrigster Stufe vorsichtig kreisend über das Werkstück bewegen. Eine Antrirutschmatte aus dem Autobereich als Unterlage verhindert zusätzlich ein Verrutschen des Werkstücks (nicht im Bild). Bei Ecken und Kanten den Schwingschleifer einfach neu ansetzen. Es ist gar nicht viel Kraft erforderlich. Den Schwingschleifer nur mit leichtem Druck kreisend führen.

Nachher

Die Oberfläche ist deutlich glatter und die Fransen sind verschwunden. Im Vergleich dazu ist das Ausprobieren von anderen Frässtrategien oder anderen Fräsern erheblich zeitaufwendiger.

Fazit

Das Werkstück muss nicht immer 100% perfekt „von der Fräse fallen“. Manchmal sind kleine Tricks und etwas Handarbeit doch schneller und einfacher.