Lagerschalen

… sind eine langjährig erprobte, universelle und robuste Möglichkeit zur Lagerung der Antriebsspindeln bei Eigenbau-Fräsen.  Sie sind zwar sehr weit verbreitet, haben sich aber noch nicht zu einem allgemeinen “Normteil” entwickelt. Die Herstellung wird im Folgenden Text beschrieben und ist keine Magie und kein Hexenwerk.

Der Aufbau der Lagerschalen ist simpel (siehe Bild weiter unten). Sie bestehen aus einem 12mm dicken quadratischen Stück Aluminium mit 60mm Kantenlänge. In der Mitte ist der Kugellagersitz eingebracht und in den Ecken befinden sich 4 Montagebohrungen. Der Kugellagersitz ist ca 10,2mm tief und hat einen Bund, der ca 1,8mm dick und 2mm breit ist. An diesem stützt  sich das eingesetzte Kugellager ab. Dieser Kugellagersitz ist auch das einzig “spannende” an der Sache, da die Toleranz N7 (Toleranzübersicht) einzuhalten ist. Die Toleranz N7 gibt für Durchmesser von 30 bis 50mm ein Untermaß von 0,008mm bis 0,033mm vor.  Salopp gesprochen: Dieser muss 1 – 3/100tel mm kleiner als das Kugellager selbst sein.

Herstellung

Die Herstellung erfolgt in 2 Schritten. Zuerst erhält die Lagerschale auf der Drehbank den eigentlichen Kugellagersitz:

Im 2. Schritt werden auf der Fräse die Bohrungen eingebracht und die Außenkontur bearbeitet. Die Befestigung auf der Opferplatte erfolgt dabei mit Hilfe von großen 3 Unterlegscheiben (30mm) und einer Befestigungs-Schraube am inneren Bund. Die genaue Positionierung der Lagerschale lässt sich durch eine „Insel“ erreichen, auf die die Lagerschale aufgesteckt wird. Beispielhaft sieht das dann so aus:

 

So sieht dann das fertige Ergebnis:

Beschaffung

Lagerschalen können über das Kontaktformular direkt angefragt werden.