Nicht nur die einzelnen Komponenten einer Absaugung, sondern auch die Verbindung zwischen Staubsauger und Fräse sind ein häufig diskutiertes Thema. Welchen Sauger, Schlauch und Saugschuh nehmen? Und häufig sind diese 3 Dinger auch nur über Adapter oder ähnliches miteinander zu verbinden. Vor kurzem wurde dann durch Zufall eine Kombination gefunden, die sehr gut „plug & play“ funktioniert:

Staubsauger

Normale Haushaltsauger funktionieren meist sehr gut für den Anfang. Größere Mengen sehr feinen Staubes – beispielsweise Schleifstaub wie er bei Renovierungsarbeiten oft anfällt – zeigen hier jedoch schnell die Grenzen auf und lassen den Haushaltssauger teils innerhalb von Minuten Asthma bekommen oder „sterben“. Als gut funktionierende Alternative sind Industriesauger / Baustaubsauger eine gute Wahl. Ein solcher Sauger ist beispielsweise der Bosch GAS 35 M AFC (Preise zwischen 450€ und 500€ – zum Zeitpunkt des Artikels). Auch bei großen Staubmengen und lang anhaltendem Betrieb (>8 Stunden Dauerlauf) tut dieser zuverlässig seinen Dienst. Sollte dieser jedoch das Budget sprengen, so ist der kleine Bruder GAS 35 L SFC eine Alternative, der wesentlich günstiger ist (Preise zwischen 320€ und 350€ – zum Zeitpunkt des Artikels) und sich nur geringfügig unterscheidet:

  • kein antistatischer Schlauch
  • nur manuelles Abklopfen des Hauptfilters möglich
  • keine Volumenstromüberwachung mit Alarmton

Besonders interessant ist der GAS 35 L SFC aufgrund der Tatsache, dass hier die gleichen Filter verwendet werden, wie beim teureren GAS 35 M AFC. D.h. die Filterfähigkeit ist die gleiche.

Tipp:  Ein gerissener Beutel verteilt meist innerhalb einer halben Minute  das gesamte Sauggut im Staubsauger und die Saugleistung lässt schlagartig extrem nach – besonders ärgerlich wenn das während eines laufenden Fräsjobs passiert! Unabhängig davon ist oft kurz darauf auch ein neuer Hauptfilter fällig. Deswegen ist die Verwendung guter(!) Beutel durchaus zu empfehlen und von Papiertüten abzuraten. Gute Beutel (mit Carbonfasereinlage) gibt es beispielsweise bei www.mistervac.com (Beutel für den oben erwähnten BOSCH GAS 35: LINK).

Saugschlauch

Ein sehr flexibler, dehnbarer zugleich aber robuster Saugschlauch mit Stahldrahteinlage ist der „Norres PROTAPE® PUR 301 AS“ (z.b. von Schlauch24.de). Als Schlauchdurchmesser sind 50mm vollkommen ausreichend und aufgrund der Stahldrahteinlage ist eine Erdung schnell herzustellen. Der bisher beste bei fraeserbruch.de eingesetzte Saugschlauch!

Schlauch und Sauger lassen sich „plug&play“ miteinander kombinieren: Den Saugschlauch mit einer leichten Drehung gegen den Uhrzeigersinn direkt in den Anschluss am Sauger stecken – fertig:

Ebenso wird das andere Ende des Schlauches mit einer Schlauchschelle am Zyklon befestigt (kein Bild).

Ganz am anderen Ende des Schlauches kann wunderbar ein HT40-Rohr aus dem Baumarkt in den Schlauch gesteckt werden – beispielsweise als Anschlussstück für einen Saugschuh. Auf den folgenden 2 Bildern wird für Demonstrationszwecke ein 90°-Winkelstück gezeigt, welches möglichst nicht verwendet werden sollte, da es die Luftströmung erheblich stört und behindert (idealerweise nur maximal 45°-Winkel verwenden). Deutlich zu sehen ist aber, wie gut es in den Schlauch passt. Eine extra Fixierung mittels Schelle ist eigentlich nicht mehr zusätzlich nötig.

Sitzt, hält, saugt!

Tonne & Zyklon

Zum Zyklon gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Die günstigen chinesischen Modelle für Preise zwischen 20-30 Euro tun klaglos ihren Dienst. Meist werden auch Adapter für den Schlauchanschluss (50mm) mitgeliefert. Modelle mit Flansch zum „Anflanschen“ an eine Absaugtonne sind zudem besonders leicht zu montieren. Der Einsatz eines Zyklons ist unbedingt zu empfehlen, da dies erheblich den Filterbeutelverbrauch senkt – „Tonne auskippen, anstatt Beutel wechseln“!

Absaugtonnen sollten etwas unterdruckfest sein. Aus eigener Erfahrung sind sogenannte Weißblecheimer (Link zu Amazon) mit 30L, die durchaus schon zu Preisen ab ca 12-15 Euro zu bekommen sind, eine gute Wahl. Wird der erste Unterdruck vorsichtig hergestellt, stabilisiert sich die Tonne meist von selbst indem die Tonnenwand eine 6-eckige Form annimmt. Diese 6eckige Form schränkt die Verwendung in keinster Weise ein, sieht halt nur anders aus. Um die Rundung zu erhalten, kann von innen ein dünner selbstgefräster Ring aus Holz eingesetzt werden, der als zusätzliche Abstützung dient. Im späteren Fräsbetrieb ist der etwas fummelige Spannring zur Fixierung des Deckels nicht mehr erforderlich, da sich durch den Unterdruck der Deckel von selbst stark „ranzieht“.

Auf dem Bild ist eine solche Tonne mit Zyklon zu sehen, allerdings noch mit „haushaltsüblichem“ Schlauch und Sauger…

Saugschuh

to be continued…coming soon  – Test läuft gerade!