Mit ein paar „Teilen“ aus der Reste-Ecke entstand die komfortablere Funktion des halbautomatischen Antastens.Den Materialaufwand würde ich insgesamt auf 5 Euro schätzen. Ein kleinen Fallstrick stellten die Induktiven Näherungsschalter („Inis“) im Zusammenspiel mit der Triple-Beast dar. Die Inis sind an den Referenzeingängen der X, Y, und Z-Achsen angeschlossen und werden mit einem 24V Netzteil versorgt. Da allerdings NPN-„Öffner“ angeschlossen sind, wird der Eingang im Normalzustand schon auf „high“ gezogen und erst im Fehlerfall auf „low“ (durch Kontaktunterbrechung). Die 24V liegen also auch am Referenzeingang der optionalen 4. Achse an, der zum Antasten der Z-Achse verwendet werden muss. Der Eingang muss also in der Steuerungssoftware invertiert werden, da das Antasten nach dem Prinzip „Schließer“ funktioniert.

Ein kleiner Widerstand (1kΩ) zwischen dem 24V-Ausgang und dem Signaleingang an der 4. Achse der Triple Beast zieht den Signaleingang (und die Antastplatine) auf einen HIGH-Pegel und erst bei Kontakt zwischen Fräserspitze und Antastplatine wird der Pegel auf LOW gezogen (hier über die geerdete Maschine selbst). Ohne diesen zusätzlichen Widerstand würde sonst in diesem Moment ein Kurzschluss auf der 24V-Leitung provoziert.

Das direkte Antasten funktioniert nur bei leitendem Material und nur, wenn das Werkstück keine leitende Verbindung zur geerdeten Fräse hat (z.b. Opfer- / Aufspannplatte aus Holz). Hierbei werden die Antastplatine an das Werkstück gedrückt und der Fräser tastet direkt die Oberfläche des Werkstücks an.

Beim indirekten Antasten (z.b. bei Holz o.a. nicht leitenden Materialien) wird die Antastplatine zwischen Werktstück und Fräser positioniert. Hierbei ist dann die Dicke der Antastplatine als Offset zu berücksichtigen.