Begriffserläuterungen

Loslager

Im Loslager wird die Antriebsspindel radial geführt, axial bleibt die Spindel verschiebbar. Es besteht üblicherweise aus einem Rillenkugellager, welches über eine Lagerschale mit der Maschine verbunden wird (siehe Bild, Position 11 / 12). 

Festlager

Das Festlager hat die Aufgabe, zusätzlich zur radialen Führung der Antriebsspindel die axialen Antriebskräfte aufzunehmen und die Antriebsspindel axial zu fixieren. Dies erfolgt in der Regel durch vorspannen mittels Tellerfedern von 2 Schrägkugellagern zueiander. 

Einspannung

Die Einspannung (nur möglich mit angepasster Endenbearbeitung „Type 2“, siehe unten) kann optional bei sehr langen Spindeln das Drehverhalten positiv beeinflussen. Anstatt eines einfachen Loslagers kommt eine doppelte Lagerung mit 2 Lagerschalen sowie ein „Paket“ aus zueinander verspannten Tellerfedern zum Einsatz. Die doppelte Lagerung erhöht die Steifigkeit der Lagerung und das „Paket“ Tellerfedern übt zusätzliche Zugkräfte auf die Antriebsspindel aus. Das Prinzip wurde erstmalig  bei der „Fräse Frieda“ angewendet. 

Lagerung – Variante „N“

Bei Variante „N“ befindet sich das Festlager (im Bild mitte, Pos 2 ,5 ,7 ,8 & 9) bestehend aus 2 Schrägkugellagern, die mittels Tellerfedern und Kontermutter zu einer Einheit verspannt werden, antriebsseitig. Das Loslager (im Bild links, Positionen 11 & 12) befindet sich gegenüber des Antriebs. Die Lagerung vom Typ „N“ ist bei größeren Fräsen von fräserbruch.de Standard.

Lagerung – Variante „E“

Bei Variante „E“ befindet sich das Festlager auf der abgewandten Seite des Antriebs der Kugelumlaufspindel. Das Festlager besteht hier lediglich aus einer Lagerschale, 2 Schrägkugellagern und Tellfedern , die mittels einer Kontermutter zu einer Einheit verspannt werden. Die Loslagerfunktion wird bei dieser Variante von der Antriebskupplung und dem Antriebsmotor selbst übernommen.

Lagerung Z-Antrieb

Die Lagerung der Z-Achse entspricht üblicherweise dem Aufbau vom Typ „N“ jedoch aufgrund der meist sehr kurzen Ausführung ohne Loslagerseite (ohne Pos 11 & 12). Die Funktion des Loslagers übernimmt an dieser Stelle die Kugelumlaufmutter der Antriebsspindel.

Endenbearbeitung – fraeserbruch.de

Die im folgenden dargestellten Endenbearbeitungen sind Standard bei fraeserbruch.de, die nahezu universell verwendbar sind.

Type 1

Verwendbar für:

  • nur Typ „N“ ab einer Gewindelänge der Antriebsspindel von ca 1200mm

 

Type 2

Verwendbar für:

  • Typ „N“ bis zu einer maximalen Gewindelänge der Antriebsspindel von ca 1200mm
  • Typ „E“
  • Z-Achse